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Die Geschichte von Talpas

2019-03-08

Ich machte mich auf den Weg zu einer kleinen staatlichen Tötungsstation in Ungarn. Wollte ich dieses Mal einen Hund herausholen, obwohl ich immer gesagt hatte, dass ich mir nie anmaßen werde, die Entscheidung zu treffen, welcher Hund weiter Leben darf und welcher nicht. Aber ich wollte wissen, ob ich einfach nur zu feige bin eine Entscheidung zu treffen, oder ob ich evtl. kein guter Tierschützer bin, denn als solcher sollte man schließlich in der Lage sein, auch sehr emotionale Entscheidungen zu treffen.

Auf dem Weg zur Tötungsstation machte ich mir Gedanken darüber, nach welchen Kriterien ich mich für einen Hund entscheiden würde. Da es eine kleine Station ist, mit max. 20 Hunden, wird es sicher nicht so schwer werden, einen heraus zu suchen, dachte ich.

Das war es tatsächlich nicht, denn ich ging durch das Tor auf eine Zwingerreihe zu, und wusste, das ist er! Innerhalb von Sekunden hatte ich mich für einen Hund entschieden. Warum? Ich weiß es nicht! Trotzdem schaute ich mir alle Hunde an. Dort waren Welpen, ein reinrassiger Husky in einer winzig kleinen Box gehalten, zwei völlig verängstige Würmchen, alte und auch sichtbar kranke Hunde. Und trotzdem…….ich war mir sicher, dass ich „den Hund“ mit nehme.

Erst nachdem ich meine Entscheidung getroffen hatte, bekam ich nähere Infos zu dem Hund. Dieser 14-jährige Rüde, mit dem Namen Talpas, wurde von seiner Familie abgegeben. Er humpelte und beim Anfassen musste man aufpassen, denn er schnappte zu.

      

 

Zu diesem Zeitpunkt war ich noch für eine andere Tierschutzorganisation tätig und Ich hatte das große Glück, Talpas in einer Auffangstation unterzubringen. Dort angekommen habe ich Talpas erst ein Mal von seinen Verfilzungen und Zecken befreit und irgendwie haben wir zwei es geschafft, mit gegenseitigem Respekt und ohne Verletzungen, uns ein wenig kennenzulernen.

Von da an habe ich Talpas bei jedem meiner Besuche  immer wieder "Hallo" gesagt und mich darüber gefreut, dass er zumindest optisch wesentlich besser aussah und auch seine anfänglichen Gelenkprobleme mit den daraus verbundenen Schmerzen behandelt werden konnten.

So sehr mich das freute, so traurig war ich darüber, dass Talpas seit seinem Einzug in der Auffangstation nie eine Anfrage hatte.   

In all den Monaten versuchte ich zu Talpas ein wenig in „seine Welt“ einzudringen, denn der Mensch war für ihn nicht wirklich wichtig. Zwar bringt der Futter und lässt ihn in den Auslauf, aber weitere Zuwendungen interessierten ihn nicht.

Öfters habe ich mich einfach zu ihm in den Zwinger oder Auslauf gesetzt und Kontaktaufnahme versucht, um am Ende festzustellen, auch ich war für ihn völlig uninteressant. Ein dreiviertel Jahr war vergangen, und einer meiner Hunde ist den Weg über die Regenbogenbrücke gegangen. Damit wurde ein Platz frei und der Gedanke, einem anderen Hund ein Zuhause zu geben war beschlossen.

Wer jetzt denkt, dass mir Talpas dabei in den Sinn kam, liegt falsch. Ist er doch viel zu klein für mich, die bisher immer nur große Hunde hat und hatte. Es gab ein paar große Hunde, die in eine engere Auswahl kamen, mussten sie doch einigermaßen zu meine vorhandenen Tieren und der Lebenssituation passen. Außerdem sollte es ein Hund sein, der schon seit Jahren ein Zuhause sucht und wahrscheinlich nie eins finden wird.

Hin und her überlegte ich, wer es denn werden sollte und immer wieder meldete sich mein Unterbewusstsein und sagte ganz, ganz leise „TALPAS!“ Mein Kopf konterte direkt und sagte: „So ein Quatsch! Talpas will meine Nähe nicht und außerdem quittiert er jedes nicht-Wollen, mit Schnappen. Außerdem ist er doch viel zu klein.“

Einige Wochen vergingen, bis ich realisiert hatte, dass Talpas der Nachfolger von meinem verstorbenen Rüden Paolo sein wird, und ich glaube auch, dass mein Unterbewusstsein es von dem Zeitpunkt an wusste, als ich durch das Tor der Tötung gegangen war und ich ihn gesehen hatte. Denn warum hat es nur Sekunden gedauert, bis meine Entscheidung gefallen war? Warum hatte Talpas nie eine Anfrage? Warum habe ich immer wieder zu ihm den direkten Kontakt gesucht, obwohl er mich erfolgreich ignorierte?

Bis Talpas dann bei mir einzog, dauerte es noch ein paar Wochen, denn er sollte vorher noch ein Training durch den Hundetrainer der Auffangstation bekommen. Dabei sollte er an ein Geschirr  und die Leine gewöhnt werden. Das war ganz wichtig für ein späteres vertrauensvolles Zusammenleben, denn Talpas hasste beides und die Einschränkung durch eine Leine brachte ihn in Rage.

 

     

Als er dann bei mir einzog, duldete er sein Geschirr und akzeptierte meistens auch die Leine. Heute, viele Monate später nach seinem Einzug, hat Talpas sich in seinen Möglichkeiten mir gegenüber geöffnet. Mittlerweile sucht er von sich aus den Kontakt, aber er würde mich niemals schwanzwedelnd begrüßen. Noch immer ist Talpas ein Hund, der klar zeigt, wenn er etwas nicht möchte, aber das Vertrauen zueinander ist gewachsen, und seine Zähne werden nur noch wenig einsetzt.

Bestimmt werde ich nie wieder in eine Tötung gehen und mit meiner Wahl darüber entscheiden, ob ein Hund leben darf oder sterben muss, aber ich werde weiter meinen Weg im Tierschutz gehen und versuchen etwas zu ändern.

Ich habe es bis zum heutigen Tag nicht bereut, dieses Wagnis eingegangen zu sein, denn Talpas ist  nicht der kleine liebe Knuddelbär. Knuddeln findet er schrecklich und selbst für ein intensives Streicheln  muss er gut gelaunt sein. Wird er wach, ist er erst mal schlecht gelaunt und braucht seine Zeit. Jede Veränderung im täglichen Ablauf bereitet ihm Stress und jeder Spaziergang, der plötzlich einen neuen Weg beinhaltet, verunsichert ihn.

Berührungen durch den Mensch findet er im Allgemeinen nicht toll und so gestalten sich manche Aufgaben als eine Herausforderung. Alleine schon das vorsichtige Abtrocken mit einem Handtuch, nach einem regenreichen Spaziergang, erfordert Geduld und Einfühlungsvermögen.

Talpas ist jetzt zwei Jahre in unserer Familie und wir lieben ihn. Für mich ist er sogar etwas ganz Besonderes, denn ich liebe die Momente, wo er es zulässt sich bis zu einem gewissen Punkt fallen zu lassen. Diese Momente sind nicht oft, aber wenn, dann sind sie für mich besonders intensiv und ich denke auch für Talpas.

Talpas war schon bei der Übernahme taub, dement und hatte gewisse autistische Züge an sich, dennoch bin ich froh darüber, damals diesen Schritt gewagt zu haben. Nun hoffe ich auf viele gemeinsame Jahre mit ihm und bin gespannt auf die weitere Entwicklung.

von Petra Ulbricht-Sauerwald, Talpas Frauchen

Dringend!!!!!!

!!! Suni hat ein Zuhause gefunden !!!

2019-03-04

Vor kurzem hatten wir hier Suni vorgstellt, seine Geschichte erzählt und für ihn ein neues Zuhause gesucht. Leider hat sich bisher keiner für ihn interessiert bzw. gemeldet. Jetzt ist genau das eingetroffen was wir befürchtet haben. Wir hatten gehofft noch ein wenig Zeit zu haben, aber die ist nun verbraucht.

Wir suchen also händeringend wenigstens eine Pflegestelle, oder am allerliebsten natürlich eine Endstelle für Suni, denn eigentlich sollte er zum letzten Mal in seinem Leben umziehen müssen.

     

Hier noch einmal eine kurze Beschreibung zu Suni:

♦ kommt mit ca. 3 Jahren ursprünglich aus Ungarn

♦ jetzt geschätzte 9 Jahre

♦ Kinder ja, aber keine kleinen Kinder wegen seiner Größe

♦ Katzen sind nicht seine Freunde

♦ Rüden und Hündinnen ja, aber nach Sympathie

Weitere Informationen bekommen sie über unsere Vermittlerin Wilma.

Wilma Traut
Tel. 01523-4172754
This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it.

Auch die Kinder haben die Spenden von ihnen erhalten

2019-03-02

Endlich können wir die Fotos der Kinder online stellen. Da haben wir uns alle ganz besonders drauf gefreut. Die Kinder durften sich aus den von ihnen gespendeten Kleidungsstücken, Bastelsachen, Süßigkeiten und Spielsachen selbst etwas aussuchen. Und wie immer waren sie erst mal sehr verlegen, als Anca ihnen die Kleidungsstücke präsentierte, aber dafür strahlten die Augen um so mehr. Wir durften die Originalfotos sehen und es erwärmte und erfreute unser Herz.

Die Gesichter der Kinder sind natürlich unkenntlich gemacht, denn Kinderfotos gehören in ein Album oder auf die Festplatte, aber nicht ins Netz. Wir möchten ihnen versichern, das die Augen Aller strahlten. Anca stellte die jeweiligen Kleidungsstücke vor, alle durften sich was aussuchen, und manche haben es sofort angezogen. Als sie Bastelsachen, Spiele und Süßigkeiten erblickten, da war die Freude riesengroß. Die Kinder sind so bescheiden, das ist so toll.

Wir sind gespannt wie sie schauen, wenn sie die Decken und vor allen Dingen das Nutella entdecken.

 

Hier können Sie helfen...

2019-03-01

 

Es ist noch nicht so lange her, da hatten wir Euch unsere Kampagne  „Kastrationspaten“ vorgestellt und darüber informiert, wie wichtig Kastrationen sind. Hier kann man sich über unser Projekt informierenund gleichzeitig einsehen, für wie viele Kastrationen bisher Spenden eingegangen sind.

Bisher war die Resonanz noch nicht so groß, aber die Hoffnung geben wir nicht auf. Hoffnung für dieses Projekt bedeutet nämlich, für die Zukunft etwas zu ändern.

Für eine Zukunft, in der Hunde nicht mehr getötet oder in überfüllten Tierheimen ihr Dasein fristen müssen.

Für eine Zukunft, in der die Tierschutzvereinenicht für tausende ungewollte Tiere ein Zuhause suchen müssen.

Für eine Zukunft, wo der Mensch es verstanden hat, dass auch Tiere Lebewesen sind und deren Dasein zu achten hat.

Aber bis es soweit ist, sind noch einige „Steine“ aus dem Weg zu räumen. Und bekanntlich sind manche Steine so schwer, dass man dafür die Hilfe anderer benötigt. EURE HILFE!

Wir haben zwar die dafür nötige Ausdauer, Kraft und Puste, aber leider nicht die ausreichenden finanziellen Mittel um Kastrationen durchführen zu lassen, und deshalb möchten wir noch einmal Euch ans Herz legen, uns finanziell bei diesem Projekt zu unterstützen. Mit 25 Euro verhindert ihr, dass wieder neue ungewollte Welpen geboren werden.

Auch ein kleiner Betrag hilft, denn viele kleine Beträge ermöglichen in der Summe eine Kastration. Wir streben vorerst an, die Kastration von 20 Hunden zu ermöglichen und hoffen, dass wir das 1.Etappenziel nicht zu hoch gesteckt haben. Damit ihr immer auf dem Laufen seid, haben wir auf der linken Seite ein Spenden-Barometer eingerichtet, welches wir täglich aktualisieren.

Wenn sich nun jemand dazu entschlossen hat, für eine Kastration zu spenden, bitten wir darum, dies auch im Verwendungszweck anzugeben, damit wir die Spende auch korrekt zuordnen können.

Ganz herzlichen Dank, im Namen aller Beteiligten !!!

 

Neues Zuhause gesucht!

2019-02-27

 
Gestatten, mein Name ist Suni und man schätzt mich auf ca. 9 Jahre. Mein genaues Alter kenne ich nicht, da ich ursprünglich aus Ungarn komme
und ich mich nicht diese Zeit nicht mehr erinnern mag. Vor rund 6 Jahren hatte ich das Glück, in Deutschland eine Familie zu finden die mich adoptierte.
 
Damals wurde ich auf ca. 3 Jahre geschätzt und so geht man heute von ca. 9 Jahren aus. Das heißt aber nicht, dass ich „zum alten Eisen“ gehöre,
denn Spaziergänge in der Natur liebe ich sehr. Auch wenn ich manchmal etwas gemächlicher unterwegs bin, heißt das nicht, dass das Sofa mein
bester Freund ist. Außerdem bin ich freundlich und bewege mich angemessen wenn ich unterwegs bin.
 
Die kleinen Zweibeiner, wenn sie nicht ganz so klein sind und ständig mit mir spielen wollen, sind schon okay, aber was mir nicht in den Kram passt,
sind die pelzigen vierbeinigen Dinger, die glaube ich, vom Menschen Katzen genannt werden. Also, das muss wirklich nicht sein!
 
Tja und dann gibt es ja noch meine Kollegen und Kolleginnen. Da entscheidet bei mir die Sympathie, deshalb kann ich von mir sagen, dass ich
manche Hunde akzeptiere, aber Zuhause doch am liebsten der einzige Prinz sein möchte. Dafür sagen meine jetzigen Besitzer von mir, dass ich
gut gehorche und abrufbar bin.
 
Apropos Besitzer, warum für mich ein neues Zuhause gesucht wird habe ich nicht so richtig verstanden, deshalb lasse ich nun den Menschen über
die Gründe erzählen.
 
Suni muss leider schweren Herzens abgegeben werden, denn vor anderthalb Jahren ist sein Herrchen schwer erkrankt. Jetzt ist die Zeit gekommen,
wo eine Pflege Zuhause durch die Angehörigen nicht mehr gewährleistet werden kann. Sein Herrchen muss in ein Pflegeheim und in diesem
Zusammenhang muss nun auch das Eigentum verkauft werden.
 
Das muss alles zügig über die Bühne gehen, aber bisher hat es sich als unmöglich erwiesen, eine Mietwohnung in der Nähe des Pflegeheimes zu finden, in der Hunde erlaubt sind. Es bleibt also keine andere Alternative, als für Suni ein neues, liebevolles Zuhause zu finden. Manchmal schlägt das Schicksal hart zu, aber man kann es sich nicht aussuchen, deshalb hoffen wir nun darauf, dass Suni eine zweite Chance bekommt.

                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                     

 

Suni befindet sich noch bei Frauchen in 52459 Inden (Kreis Düren), aber die Zeit ist knapp, denn der Verkauf steht bereits vor der Tür . Keiner möchte, dass Suni im Tierheim landet oder aus Verzweiflung irgendwo untergebracht wird, wo es für ihn nicht ideal ist.

Bitte überdenken Sie ihre Möglichkeiten und wenden sich bei ernsthaftem Interesse an uns. Wir drücken auf jeden Fall alle uns zur Verfügung stehen Daumen und glauben an die zweite Chance, denn jedes Lebewesen hat eine zweite Chance verdient.

Ansprechpartner für Suni ist:

Wilma Traut
Tel. 01523-4172754
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