Back to Top

Lust auf Werbung?

2019-03-12

Wenn Sie unsere Arbeit gut finden und uns unterstützen möchten, können Sie das auf ganz einfache Art und Weise. Ok…ein bisschen Geld müssten Sie dafür investieren und ein klein wenig Arbeit.

Ab sofort können Sie einen Autoaufkleber mit unserer www.-Adresse erwerben. Einfach den Aufkleber z.B. auf die Heckklappe Ihres Autos anbringen, und unseren Verein durch die Gegend fahren.

Für uns und unsere Arbeit ist ein größerer Bekanntheitsgrad enorm wichtig, aber leider ist Werbung sehr teuer. Dennoch werden wir dafür keine Spendengelder ausgeben und deshalb benötigen wir Ihre Hilfe.

Unseren Aufkleber können Sie für 14,00 € + Porto 1,45 €  erwerben.

Er ist auch ganz einfach anzubringen. Die Stelle vorher gut säubern z.B. mit einem Essig- oder Glasreiniger, dann von der Klebeseite das Schutzpapier abziehen und den Schriftzug mit einem Schaber oder Ähnlichem,  gut andrücken. Schutzpapier abziehen, fertig!

Schreiben Sie uns einfach eine Email an: This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it. und vergessen bitte nicht, die Lieferadresse mitzuteilen. Danach erhalten Sie von uns eine Bestätigungsmail und werden aufgefordert, den Betrag auf das Vereinskonto zu überweisen. Sobald der Betrag gutgeschrieben wurde, versenden wir den Aufkleber.

Jeder eingegangene Betrag wird zu 100 Prozent für unser Projekt „Kastration von Straßenhunden“ eingesetzt. Sie bedienen also gleich zwei wichtige Dinge mit Ihrem Einkauf. Werbung und Kastration.

Ihr ATL-Team 

Unser lieber Rückläufer Zoè

2019-03-10

Mein Handy klingelte. Ein Anruf von meiner jetzigen Teamkollegin Petra, die zu dieser Zeit noch für eine andere Tierschutzorganisation arbeitete.
„Wir haben einen Rückläufer. Ist dringend, weiblich, nicht kastriert. Sie muss leider so schnell wie möglich von ihrem Zuhause weg. Das Frauchen kann sie nicht mehr mit zur Arbeit nehmen und ist mit der Situation total überfordert. Könnten sie sich vorstellen, auch diese Hündin auf PS nehmen? Sie hatten sich ja als PS schon für einen anderen Hund beworben. Da habe ich sofort an sie gedacht.“

Oh Gott, eine Hündin, niemals, nicht kastriert, wir haben zwei Rüden, kastriert zwar, aber dennoch. Aber sonst muss sie womöglich zurück nach Ungarn ins Tierheim? Das geht ja auch nicht. „Ich frage meinen Mann, melde mich dann wieder.“ Gedankenverloren starrte ich mein Telefon an.

Zoé, früher Leta, kam aus einem Tierheim in Ungarn und hatte das große Glück, als Junghund nach Deutschland vermittelt worden zu sein. Sie konnte nichts dafür, dass sich das Leben von Frauchen plötzlich änderte. Sie hatte nichts getan, war unschuldig an der Situation. Jetzt benötigte sie erst mal eine neue Bleibe. Sie war verträglich mit Hunden, so hieß es. Sie wurde gebarft, womit ich mich noch nicht auskannte, da meine Hunde zu der Zeit noch nicht gebarft wurden.

Meine Jungs waren verträglich mit allen Hunden, das würde also gehen. Mein Mann sagte dann auch: „Oh nein, ein Hündin, muss das sein? Haben die keinen Nofallrüden? Den würde ich sofort nehmen.“

Nein natürlich nicht, es musste die Hündin sein.

Kurzum, mein Mann stimmte-gespielt widerwillig - zu und ich gab dann der Kollegin das ok. Ich nahm meinem Mann das Versprechen ab “Nur zur Pflege, nur als Pflegehund!!“ Ja klar smile

Zoé war wasserscheu, laut der Aussage des Frauchens, und litt unter ständigen Durchfällen. Oh mein Gott, das auch noch, aber ok, dass schaffen wir auch noch.

Mein Mann machte dann den Termin für das erste Kennenlernen und da sollte Zoé auch sofort bei uns bleiben. Immer wieder, ich kenne ja meinen Mann, nahm ich ihm das Versprechen ab, das sie nicht bleiben darf, da wir ja mit unseren zwei Hunden genug hatten. Pflegestelle ja, aber nicht mehr.

Unser älterer Hund Balou, auch aus einem Tierheim, war schließlich schon geschätzte 14 Jahre alt, war schon mehrfach operiert worden und wer wusste denn, wie lange er noch bei uns blieb. Unser junger Hund Billy, aus einen Hinterhof geholt als Welpe, war erst 5 Jahre alt. Und der war noch nie alleine. Das war dann die Motivation für den Pflegi.

Zoé kam, jagte durch unseren Garten, machte unsere Rüden sofort blöd an und war so gar nicht zu Besuch hier. Unsere Jungs schauten erst nur verdutzt, dann maulten sie beide mit ihr rum, aber das machte der flinken Zoé so gar nichts aus. Mein Mann schnappte nach Luft, hatte Herzchen in den Augen, war verliebt.

Mit einem Satz sprang die Hüpfmaus, von nun an Kröte genannt, in den Teich, planschte herum und trank das Teichwasser.

Wie war das? Sie kam, sah und siegte?

Nie im Leben ein Mädchen!! Nein, niemals!!

Wir barfen jetzt alle Hunde. Es gab am Anfang erst mal kleinere Probleme, sie war es wohl gewohnt, den Ton anzugeben. Das gelang ihr hier nicht. Sie wollte mit dem Besen, dem Staubsauger, dem Rasenmäher kämpfen, die Erste sein beim Auslauf und Gassi gehen, kam nie zur Ruhe, schreckte ständig aus dem Schlaf hoch und schnappte um sich herum, aber das Schlimmste: der Futterneid.

Immer wieder zeigten wir ihren Platz im Rudel, immer wieder übernahmen wir alle die Führung und immer wieder schickten wir sie auf ihren Platz: Vor den Spiel, nach dem Spiel zwischendrin wenn Besuch kam, damit sie lernte, wie wichtig Ruhepausen für sie sind.

Wir machten Fährtensuchspiele, Ballspiele, gingen Gassirunden in den Wald und über Feldwege und powerten sie so aus. Dann die Ruhephasen. Sie lernte und bald suchte sie sich ihren eigenen Ruheplatz wenn ihr unser Besuch, oder das Spielen mit meinem Patenkind zu viel wurden.

 

Aber der Futterneid, da kannte sie keinen Spaß, keine Freunde. Wir übten, wegnehmen, warten, hinstellen, warten usw. und irgendwann lag ein Stück hartes Brot auf dem Boden, das die Hunde manchmal bekamen, weil sie es so liebten.

Unser Balou ging einfach nur daran vorbei und Zoé sprang ihn an, biss ihn mit ihren scharfen Zähnchen ins Ohr und Billy wollte sich einmischen. Da wir immer beim Füttern anwesend waren, konnten wir unseren Billy zurück halten, bevor Schlimmeres passierte.

Es ging gut aus, Zoé bekam auch von Balou etwas ab,der wehrte sich nämlich. Kröte machte in den nächsten zwei Tagen einen Bogen um Balou herum. Das hatte sie sich wohl erst mal gemerkt. Aufpassen mussten wir noch lange beim Füttern oder Leckerlie geben, aber letztendlich hat sie es geschafft, mit Strenge und Geduld.

Ach ja, sie bleibt natürlich......

War ja klar....

Sie hat meinen Mann um den Finger gewickelt, schläft neben ihm im Bett und sie ist die beste Freundin meines Patenkindes, dekoriert die Wohnung um sobald wir das Haus verlassen haben und macht viel Unsinn. Zwei Jahre ist sie jetzt hier, kastriert natürlich, munter und verspielt, liebt unseren Teich und jagt durch den Garten mit den Jungs, aber schneller.

Wir lieben sie alle, besonders meine drei Jungs

von Wilma Traut, Zoés Frauchen

Die Geschichte von Talpas

2019-03-08

Ich machte mich auf den Weg zu einer kleinen staatlichen Tötungsstation in Ungarn. Wollte ich dieses Mal einen Hund herausholen, obwohl ich immer gesagt hatte, dass ich mir nie anmaßen werde, die Entscheidung zu treffen, welcher Hund weiter Leben darf und welcher nicht. Aber ich wollte wissen, ob ich einfach nur zu feige bin eine Entscheidung zu treffen, oder ob ich evtl. kein guter Tierschützer bin, denn als solcher sollte man schließlich in der Lage sein, auch sehr emotionale Entscheidungen zu treffen.

Auf dem Weg zur Tötungsstation machte ich mir Gedanken darüber, nach welchen Kriterien ich mich für einen Hund entscheiden würde. Da es eine kleine Station ist, mit max. 20 Hunden, wird es sicher nicht so schwer werden, einen heraus zu suchen, dachte ich.

Das war es tatsächlich nicht, denn ich ging durch das Tor auf eine Zwingerreihe zu, und wusste, das ist er! Innerhalb von Sekunden hatte ich mich für einen Hund entschieden. Warum? Ich weiß es nicht! Trotzdem schaute ich mir alle Hunde an. Dort waren Welpen, ein reinrassiger Husky in einer winzig kleinen Box gehalten, zwei völlig verängstige Würmchen, alte und auch sichtbar kranke Hunde. Und trotzdem…….ich war mir sicher, dass ich „den Hund“ mit nehme.

Erst nachdem ich meine Entscheidung getroffen hatte, bekam ich nähere Infos zu dem Hund. Dieser 14-jährige Rüde, mit dem Namen Talpas, wurde von seiner Familie abgegeben. Er humpelte und beim Anfassen musste man aufpassen, denn er schnappte zu.

      

 

Zu diesem Zeitpunkt war ich noch für eine andere Tierschutzorganisation tätig und Ich hatte das große Glück, Talpas in einer Auffangstation unterzubringen. Dort angekommen habe ich Talpas erst ein Mal von seinen Verfilzungen und Zecken befreit und irgendwie haben wir zwei es geschafft, mit gegenseitigem Respekt und ohne Verletzungen, uns ein wenig kennenzulernen.

Von da an habe ich Talpas bei jedem meiner Besuche  immer wieder "Hallo" gesagt und mich darüber gefreut, dass er zumindest optisch wesentlich besser aussah und auch seine anfänglichen Gelenkprobleme mit den daraus verbundenen Schmerzen behandelt werden konnten.

So sehr mich das freute, so traurig war ich darüber, dass Talpas seit seinem Einzug in der Auffangstation nie eine Anfrage hatte.   

In all den Monaten versuchte ich zu Talpas ein wenig in „seine Welt“ einzudringen, denn der Mensch war für ihn nicht wirklich wichtig. Zwar bringt der Futter und lässt ihn in den Auslauf, aber weitere Zuwendungen interessierten ihn nicht.

Öfters habe ich mich einfach zu ihm in den Zwinger oder Auslauf gesetzt und Kontaktaufnahme versucht, um am Ende festzustellen, auch ich war für ihn völlig uninteressant. Ein dreiviertel Jahr war vergangen, und einer meiner Hunde ist den Weg über die Regenbogenbrücke gegangen. Damit wurde ein Platz frei und der Gedanke, einem anderen Hund ein Zuhause zu geben war beschlossen.

Wer jetzt denkt, dass mir Talpas dabei in den Sinn kam, liegt falsch. Ist er doch viel zu klein für mich, die bisher immer nur große Hunde hat und hatte. Es gab ein paar große Hunde, die in eine engere Auswahl kamen, mussten sie doch einigermaßen zu meine vorhandenen Tieren und der Lebenssituation passen. Außerdem sollte es ein Hund sein, der schon seit Jahren ein Zuhause sucht und wahrscheinlich nie eins finden wird.

Hin und her überlegte ich, wer es denn werden sollte und immer wieder meldete sich mein Unterbewusstsein und sagte ganz, ganz leise „TALPAS!“ Mein Kopf konterte direkt und sagte: „So ein Quatsch! Talpas will meine Nähe nicht und außerdem quittiert er jedes nicht-Wollen, mit Schnappen. Außerdem ist er doch viel zu klein.“

Einige Wochen vergingen, bis ich realisiert hatte, dass Talpas der Nachfolger von meinem verstorbenen Rüden Paolo sein wird, und ich glaube auch, dass mein Unterbewusstsein es von dem Zeitpunkt an wusste, als ich durch das Tor der Tötung gegangen war und ich ihn gesehen hatte. Denn warum hat es nur Sekunden gedauert, bis meine Entscheidung gefallen war? Warum hatte Talpas nie eine Anfrage? Warum habe ich immer wieder zu ihm den direkten Kontakt gesucht, obwohl er mich erfolgreich ignorierte?

Bis Talpas dann bei mir einzog, dauerte es noch ein paar Wochen, denn er sollte vorher noch ein Training durch den Hundetrainer der Auffangstation bekommen. Dabei sollte er an ein Geschirr  und die Leine gewöhnt werden. Das war ganz wichtig für ein späteres vertrauensvolles Zusammenleben, denn Talpas hasste beides und die Einschränkung durch eine Leine brachte ihn in Rage.

 

     

Als er dann bei mir einzog, duldete er sein Geschirr und akzeptierte meistens auch die Leine. Heute, viele Monate später nach seinem Einzug, hat Talpas sich in seinen Möglichkeiten mir gegenüber geöffnet. Mittlerweile sucht er von sich aus den Kontakt, aber er würde mich niemals schwanzwedelnd begrüßen. Noch immer ist Talpas ein Hund, der klar zeigt, wenn er etwas nicht möchte, aber das Vertrauen zueinander ist gewachsen, und seine Zähne werden nur noch wenig einsetzt.

Bestimmt werde ich nie wieder in eine Tötung gehen und mit meiner Wahl darüber entscheiden, ob ein Hund leben darf oder sterben muss, aber ich werde weiter meinen Weg im Tierschutz gehen und versuchen etwas zu ändern.

Ich habe es bis zum heutigen Tag nicht bereut, dieses Wagnis eingegangen zu sein, denn Talpas ist  nicht der kleine liebe Knuddelbär. Knuddeln findet er schrecklich und selbst für ein intensives Streicheln  muss er gut gelaunt sein. Wird er wach, ist er erst mal schlecht gelaunt und braucht seine Zeit. Jede Veränderung im täglichen Ablauf bereitet ihm Stress und jeder Spaziergang, der plötzlich einen neuen Weg beinhaltet, verunsichert ihn.

Berührungen durch den Mensch findet er im Allgemeinen nicht toll und so gestalten sich manche Aufgaben als eine Herausforderung. Alleine schon das vorsichtige Abtrocken mit einem Handtuch, nach einem regenreichen Spaziergang, erfordert Geduld und Einfühlungsvermögen.

Talpas ist jetzt zwei Jahre in unserer Familie und wir lieben ihn. Für mich ist er sogar etwas ganz Besonderes, denn ich liebe die Momente, wo er es zulässt sich bis zu einem gewissen Punkt fallen zu lassen. Diese Momente sind nicht oft, aber wenn, dann sind sie für mich besonders intensiv und ich denke auch für Talpas.

Talpas war schon bei der Übernahme taub, dement und hatte gewisse autistische Züge an sich, dennoch bin ich froh darüber, damals diesen Schritt gewagt zu haben. Nun hoffe ich auf viele gemeinsame Jahre mit ihm und bin gespannt auf die weitere Entwicklung.

von Petra Ulbricht-Sauerwald, Talpas Frauchen

Dringend!!!!!!

!!! Suni hat ein Zuhause gefunden !!!

2019-03-04

Vor kurzem hatten wir hier Suni vorgstellt, seine Geschichte erzählt und für ihn ein neues Zuhause gesucht. Leider hat sich bisher keiner für ihn interessiert bzw. gemeldet. Jetzt ist genau das eingetroffen was wir befürchtet haben. Wir hatten gehofft noch ein wenig Zeit zu haben, aber die ist nun verbraucht.

Wir suchen also händeringend wenigstens eine Pflegestelle, oder am allerliebsten natürlich eine Endstelle für Suni, denn eigentlich sollte er zum letzten Mal in seinem Leben umziehen müssen.

     

Hier noch einmal eine kurze Beschreibung zu Suni:

♦ kommt mit ca. 3 Jahren ursprünglich aus Ungarn

♦ jetzt geschätzte 9 Jahre

♦ Kinder ja, aber keine kleinen Kinder wegen seiner Größe

♦ Katzen sind nicht seine Freunde

♦ Rüden und Hündinnen ja, aber nach Sympathie

Weitere Informationen bekommen sie über unsere Vermittlerin Wilma.

Wilma Traut
Tel. 01523-4172754
This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it.

Auch die Kinder haben die Spenden von ihnen erhalten

2019-03-02

Endlich können wir die Fotos der Kinder online stellen. Da haben wir uns alle ganz besonders drauf gefreut. Die Kinder durften sich aus den von ihnen gespendeten Kleidungsstücken, Bastelsachen, Süßigkeiten und Spielsachen selbst etwas aussuchen. Und wie immer waren sie erst mal sehr verlegen, als Anca ihnen die Kleidungsstücke präsentierte, aber dafür strahlten die Augen um so mehr. Wir durften die Originalfotos sehen und es erwärmte und erfreute unser Herz.

Die Gesichter der Kinder sind natürlich unkenntlich gemacht, denn Kinderfotos gehören in ein Album oder auf die Festplatte, aber nicht ins Netz. Wir möchten ihnen versichern, das die Augen Aller strahlten. Anca stellte die jeweiligen Kleidungsstücke vor, alle durften sich was aussuchen, und manche haben es sofort angezogen. Als sie Bastelsachen, Spiele und Süßigkeiten erblickten, da war die Freude riesengroß. Die Kinder sind so bescheiden, das ist so toll.

Wir sind gespannt wie sie schauen, wenn sie die Decken und vor allen Dingen das Nutella entdecken.

 

Page 12 of 15